über Erde, Mond und Sterne

 

Was ist ein Meteor?

Meteore oder auch Sternschnuppen sind nur wenige Gramm schwere Staubkrümel, die in die Atmosphäre eindringen. Durch die Luftreibung erhitzen diese Objekte sich schon in großer Höhe. Die Meteore, die wir sehen, treffen mit 20 bis 90 km in der Sekunde auf die Erde und leuchten in einer Höhen von 60 bis 110 km auf. Nur größere Objekte, die fast so hell wie der Vollmond sind, kommen auf dem Erdboden an. Doch auch diese großen Brocken sind meist noch sehr handlich.



Was ist ein Meteoroid?

Solange der Staubkrümel in den Weiten des Weltalls spazieren fliegt und nicht die Erde belästigt, heißt er Meteoroid.

Was ist ein Meteorit?

Ein Meteoroid, der als Meteor aufleuchtet und dann bis auf die Erde fällt, wird er als Meteorit bezeichnet. Nur von den allerhellsten Meteoren können wir einen Meteoriten finden.



Woher kommen die Meteore und wann kann man sie sehen?

Das ganze Jahr hindurch können Sie Meteore sehen. Meist nur wenige in einer Stunde. Der Weltraum ist eben noch ein wenig "dreckig" und wenn die Erde ein Staubkörnchen findet, sieht man einen Meteor. An manchen Stellen im All liegt aber viel Staub. Kometen verteilen entlang ihrer Bahn jenen Müll, den wir später als Meteore sehen. Die Leoniden, einer der bekannstesten Meteorströme, sind der Abfall des Kometen Temple/Tuttle. Das meiste Material ist in einem circa 35 000 km dünnen und 10 000 mal längerem Schlauch verteilt. Wenn die Erde diesen Schlauch kreuzt gibt es viele Meteore, wenn sie ihn knapp verfeht weniger Meteore.      

 

Da diese kleinen Teilchen auch im besten Fernrohr unsichtbar sind, ist eine genaue Voraussage sehr schwer. 1998 kamen die Leoniden z.B. ca. 16 Stunden früher, als in der Simulation berechnet und waren auch nicht ganz so prächtig, wie erwartet.



Die bekanntesten Meteorströme (jedes Jahr zur ungefähr selben Zeit):

Quadrantiden 

sichtbar vom 1. bis 5. Januar - am besten am 3. Januar

Perseiden 

sichtbar vom 17. Juli bis 24. August - am besten am 12. August

Leoniden 

sichtbar am 17. November

Geminiden 

sichtbar vom 7. bis 17. Dezember - am besten am 13. Dezember



Warum heißen die Leoniden Leoniden?

Wenn man auf einem Foto mit vielen Meteoren die Meteore verlängert kreuzen sich die Verlängerungem in einem Punkt. Alle Meteore die aus diesem Punkt kommen, gehören zum selben Strom, weil sie auf der gleichen Bahn fliegen. Das "aus einem Punkt kommen" entsteht durch die perspektivische Verzerrung. 

Die Leoniden scheinen alle aus einem Punkt im Sternbild Löwen zu kommen. Dieses Sternbild heißt auch Leo und so werden die Meteore aus dem Löwen Leoniden genannt.



Im Juli/August aktuell: Die Perseiden-Sternschnuppen

Wenn das Raumschiff Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle 1862 III kreuzt und dabei die Staubkrümel einsammelt, die dieser Komet auf seiner Bahn um die Sonne hinterlassen hat, kommt es zum bekanntesten Meteorschauer des Jahres. Die Perseiden haben ihren Radianten im Perseus. Unter Radiant versteht man denjenigen Punkt am Himmel, von dem die einzelnen Sternschnuppen eines Meteorstromes zu kommen scheinen. Die Aktivität beginnt am 20. Juli und dauert bis 24. August. Dieses Jahr wird das Maximum am 13. August um 3 Uhr früh erwartet, der abnehmende Mond geht erst um 0.29 Uhr auf, womit zu vormitternächtlicher Stunde ideale Beobachtungsbedingungen herrschen sollten. 

Erstmalige Aufzeichnungen über diesen Meteorstrom datieren aus dem Jahre 36 n. Chr. aus China.



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